Blick auf Tallinn
Burgruinen - Zeugnisse einer bewegten Geschichte

Estland

Aus der lettischen Republik kommend, führt die Fahrt entlang der Rigaer Bucht mit ihrer kieferbestandenen Küste nach Estland, dem nördlichsten der baltischen Staaten. Die meisten Touristen zieht es in die Landeshauptstadt Tallinn, aber auch die alte Universitätsstadt Tartu oder die Inseln Saaremaa oder Hiiumaa lohnen einen Besuch. In Narva am gleichnamigen Fluss befindet sich zudem eine der größten Burgen Nordeuropas. Wie Vilnius ist auch die lettische Metropole als Weltkulturerbe anerkannt. Die Bezeichnung Reval deutet auf lange deutsche Einflüsse hin – 1346 wurde Tallinn an den Deutschen Orden verkauft, in der seit 1300 zur Hanse gehörenden Stadt galt Lübecker Recht, man sprach niederdeutsch.

Mittelalterlich-hanseatisches Flair verströmen noch heute die winkligen Gassen mit ihrem buckligen Kopfsteinpflaster, die engen Treppenaufgänge, aber auch die von einstigem Reichtum zeugenden, üppig verzierten, Patrizierhäuser mit ihren Speichern. Steile Treppen verbinden Unter- und Oberstadt. Über dem Geschäftsviertel liegt auf einem Berg die 50 Meter hohe Festung Toompea, noch heute gemeinsam mit der Kathedrale Symbol der Hauptstadt. Im Nationalepos Kalevipoeg wird die Festung auch als Grabhügel des mächtigen Königs Kalev besungen.

Während die Oberstadt Sitz der Feudalmacht war, siedelten in der Unterstadt Kaufleute und Handwerker. Über 700 Jahre trennte eine teilweise erhaltene Mauer die beiden Stadtviertel voneinander. Mehr als 20 Kilometer und 20 der einst 48 Türme können noch heute bewundert werden. Ein Teil der Stadtmauer erstreckt sich am südlichen Ende von Toompea, wo sich auch der Jungfrauenturm befindet. In dem dort untergebrachten Cafe bietet sich ein herrlicher Blick über die Altstadt, im Keller wird der berühmte Glühwein serviert. Sich in den Gassen Tallinns zu verlaufen, geben auch Einheimische zu, sei gewissermaßen ein Kinderspiel. Als Orien-tierungshilfe dienen die vielen Türme der Stadt.

Als gewaltigstes Gebäude der Innenstadt gilt das gotische Rathaus, das einzige seiner Art in Nordeuropa. Seine Front ruht auf Arkaden, unter denen im Mittelalter der Handel florierte. Zum Flanieren lädt die „Pikk“ ein, die älteste Straße Tallinns. Als Beispiel mittelalterlichen Wohnstils finden sich in der Pikk-Straße 71 „Die drei Schwestern“. Die „Pikk“ entlang zum Großen Strandtor, gelangt man in die Altstadt. Neben dem Turm, in dem das Seefahrts-Museum untergebracht ist, steht die „Dicke Margarete“, ein Kanonenturm mit vier Meter dicken Mauern.

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Regentage 19 16 13 11 12 10 13 15 16 17 18 19
rel. Luftfeuchte % 87 85 83 75 71 64 69 75 78 84 88 88

Zollbestimmungen:

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  • 1 l Spiritus (mehr als 22 %) oder 2 l Spiritus (bis 22 %)
  • 50 g Parfum
  • 250 g Eau de Toilette

Einreisebestimmungen:

  • Einreise mit gültigen Reisepass oder Personalausweis
  • bei Kindern: Kinderausweis oder Eintrag des Kindes im Reisepass eines Elternteils (bis 16 Jahre)

Medizinische Hinweise:

  • Standardimpfungen sollten vor Reiseantritt überprüft und ggf. vervollständigt werden
  • empfohlen wird die Europäische Gesundheitskarte

Trinkgeld:

  • generell nicht üblich
  • in Restaurants: 5–10 %

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