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Kleine Ortschaften mit Jahrhunderte alten Fachwerkhäusern und gemütlichen Weinstuben – das Elsass hält, was Ansichtskarten von ihm versprechen. Doch in den letzten Jahrzehnten blickte die Region weit über ihren Tellerrand hinaus. Nicht zuletzt der Sitz des Europaparlamentes in Straßburg ließ die Region zu einem wohlhabenden Stück Frankreich werden.
Am angenehmsten bereisen lässt sich das Elsass entlang der Weinstraße über Selestat und Colmar bis Mulhouse. Zu den schönsten Bauwerken der deutschen Gotik zählt das Straßburger Münster aus dem 12. Jahrhundert. Die Glasmalereien im Inneren sind ebenso beeindruckend wie ein Blick vom Turm (328 Stufen) auf die historische Altstadt. Die Gassen entlang des Kanals sind mit Renaissancehäusern gesäumt, die sich dem Besucher auch während einer Rundfahrt mit einem Ausflugsschiff präsentieren.
Einem einzigen historischen Museum gleicht Colmar. Das Museum Unterlinden in einem ehemaligen Kloster aus dem 13. Jahrhundert präsentiert Meister der rheinischen Renaissance, darunter den legendären Isenheimer Altar. Empfehlenswert ist ein Bummel durch das Gerberviertel. Einen besonderen Charme hat sich Mulhouse erhalten. Allein das Rathaus an der Place de la Reunion lohnt einen Besuch und gilt mit seiner Bauweise als einzigartig in Frankreich.
Von der Provence – dem „Land des Lichtes“ – waren Cezanne und Van Gogh, Picasso und Chagall wegen der vielfältigen Farbenspiele der Natur überwältigt. Allenthalben wird die Nase von den in freier Natur wachsenden Kräutermischungen „Herbes de Provence“ und blühenden Lavendelfeldern gereizt. Von Arles kommend, in dem van Gogh seine berühmten „Sonnenblumen“ malte, über das Aquädukt Pont du Gard, erreicht man Nimes. Von den Galliern gegründet und den Römern zu Blüte geführt, besitzt die Stadt ein monumentales Amphitheater und mit dem Jardin de la Fontaine einen herrlichen Barockgarten.
Nicht minder beeindruckend präsentiert sich Avignon. Anfang des 14. Jahrhunderts fungierte die Stadt als Sitz der Päpste. Der Papstpalast auf einem Felsen am Rhoneufer zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten ganz Frankreichs. Nur knapp 40 Kilometer von Arles befindet sich Marseille, Frankreichs größter Handelshafen am Mittelmeer. Die Canabiere, noch immer Trennline zwischen dem armen und dem reichen Marseille, verläuft schnurgerade auf die Hafenstadt zu, wo sie auf den beliebten Quai des Belges mündet. Auf einem 160 Meter hohen Felsen thront die Kirche Notre-Dame-de-la-Garde, das Wahrzeichen der Stadt. Aix-en-Provence ist nicht nur die Geburtsstadt Cezannes, es ist auch die „provencialischste“ Stadt. Überwältigend eine Fahrt mit dem Boot entlang steiler Klippen und kleiner Buchten.

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