Minoischer Palast auf Knossos
Korfu - Bucht von Kalami

Griechenlands Inselwelt

Fast ein Fünftel des griechischen Staatsgebietes entfällt auf Inseln. Zählt man auch Felsenriffe mit, dürften es wohl 3000 sein. Von den rund 1300 Inseln im eigentlichen Sinne sind etwa 250 bewohnt. Hier ein Überblick zu den wichtigsten Inseln: Das südöstliche Thessalien setzt sich fort in den Inseln Euböa, Andros, Mikonos und Naxos; Samos und Kos, Chios und Rhodos sind Ausläufer der kleinasiatischen Küstengebirge; das weit entfernte Kreta ist, gemeinsam mit Kithira und Andikithira, eine Fortsetzung der Gebirgszüge der Peloponnes; und das Hymettus-Massiv Attikas schließlich findet seine Anhängsel in der Inselkette Kea, Kithnos, Serifos, Sifnos und Milos.

Griechische Inseln bieten alles was das Urlauberherz begehrt, vom ruhigen Badeurlaub bis hin zur Party. Darüber hinaus kann man beim Wandern die atemberaubende Landschaft genießen und natürlich sind sie kulturelle und geschichtsträchtige Orte.

Die zum UNESCO – Weltkulturerbe gehörenden Meteora-Klöster scheinen bei dunstigem Wetter zu „schweben“. Sie wurden auf fast unzugänglichen Felsen am Rande des Pindosgebirge in Thessalien gebaut. Von den 24 Klöstern sind nur noch sechs bewohnt und können besichtigt werden. Es wird gebeten die Kleiderordnung einzuhalten: Männer sollten keine Shorts tragen und Frauen keine Miniröcke oder schulterfreie Tops.

Korfu ist auf Grund ihrer Lage regenreicher als jede deutsche Stadt. Selbst im heißesten Sommer sind die dort wachsenden Olivenbäume grün. Vor mehr als 100 Jahren kamen die ersten Touristen nach Korfu, unter anderem die österreichische Kaiserin Sissi, auch die griechische Königsfamilie verbringt hier ihren Urlaub. Heute kommen rund 1,3 Millionen Besucher jährlich.

Kreta ist mit 600.000 Einwohnern die fünftgrößte Insel im Mittelmeer. Nur wenige Kilometer von der kretischen Hauptstadt Heraklion entfernt, liegt Knossos mit ihrem berühmten Palast. 1887 wurde er entdeckt, aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts ausgegraben und rekonstruiert. Unter dem Palast befindet sich ein riesiger Irrgarten. Der Legende nach, soll dort ein Ungeheuer gelebt haben. Die Frau von König Minos soll von dem weißen Stier (eigentliche Opfergabe für Zeus) einen Sohn geboren haben in Form eines Menschenkörpers mit einem Stierkopf. Minos sperrte den Minotauros in das Labyrinth unter dem Palast. Bei einem Wettbewerb starb Minos Sohn, daraufhin forderte er die Athener auf, jedes neunte Jahr sieben Menschen für den menschenfressenden Minotauros zu opfern. Die Tochter von Minos half dem Prinzen Theseus den Minotauros zu töten. Dank eines Wollknäuls fanden sie aus dem Labyrinth.

Im Süden von Griechenland befindet sich die Halbinsel Peloponnes. Unbedingt sehenswert ist Olympia. Sie ist das Heiligtum des Zeus und Ausgangspunkt für die Olympischen Spiele. Gebaut wurde die Kultstätte im 9./10. Jahrhundert. Die Anlage besteht aus einer Altis (das „Heiligtum“), einem Stadion sowie dem Zeus- und Heratempel. Die Altis umfasst mehrere Tempel und Altare, in denen Opfergaben für Götter und Weihgeschenke gegeben wurden.

Eines der beliebtesten Badeziele ist die Olympische Riviera. Im Hintergrund der Olympischen Riviera erhebt sich majestätisch der höchste Berg Griechenlands, der 2917 Meter hohe Olymp. Nicht umsonst wird er auch der „Thron der Götter“ genannt.

Chalkidiki ist eine mit dem nordöstlichen Festland Griechenlands verbundene Halbinsel. Sie wird auch „Poseidons Dreizack“ genannt, weil die Halbinseln Kassandra, Sithonia und Athos wie drei Finger ins Meer ragen.

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