Fischerhafen auf Lipari
Liparische Inseln

Kalabrien und Sizilien

Kalabrien, die grüne Stiefelspitze Italiens, bietet neben mediterranem Klima, schönen Sandstränden und kargen Gebirgen Gaumenfreuden vielfältigster Art. Oliven sind Bestandteil jeder Vorspeise, der Antipasta. Die Nudelgerichte werden traditionell mit Rübensprossen serviert, als Hauptgericht stehen Lamm (Agnello), Zicklein (Capretto), Spieße mit Lamminnereien und zahlreiche Fischarten auf der Karte.

Derart gestärkt, lädt die heimliche Hauptstadt der Region, Cosenza, zu einem Bummel ein. Deren historisches Zentrum erstreckt sich auf dem Pancrazio-Hügel – das Besondere der Stadt aber sind die Flaniermeilen, von denen es in jedem Stadtteil eine gibt. Die frequentierteste in den Abendstunden ist der Corso Telesio in der Altstadt. Sehenswert sind die zahlreichen Kirchen und das prächtige Kastell (herrlicher Panoramablick).

Nur wenige Kilometer vom Festland durch die Straße von Messina getrennt, liegt die größte Insel des Mittelmeeres, Sizilien. Ihr Wahrzeichen, der Ätna, erhebt sich an der Ostküste in 3343 Meter Höhe. Palermo ist nicht nur die Hauptstadt der Insel, sondern auch Zentrum der Mafia. Die allerdings kümmert sich wenig um Touristen und geht ihren Geschäften eher im Verborgenen nach. Von den Phönikern gegründet, ging die Stadt zunächst an die Römer und später an die Sarazenen. Deren arabischer Einfluss ist heute noch an zahlreichen Gebäuden sichtbar. Aber auch Hohenstaufer-König Friedrich II. ließ in seiner Regierungszeit Monumentalbauwerke errichten – diese einmalige Mischung aus normannischem und arabischem Baustil macht heute den Reiz Palermos aus.

Als touristische Hauptstadt gilt allerdings Taormina. Eine Million Besucher registriert das 10.000-Einwohner-Städtchen jährlich. An die Felsen des Monte Tauro gebaut, bietet der Piazza 9 Aprile einen reizvollen Blick auf die Küste und den nahen Ätna. Zahllose Geschäfte und Ristorantes säumen den Corso Umberto, die Flaniermeile Taorminas. Als „Paradieszipfel“ schwärmte bereits Goethe vom Teatro Greco, dem griechisch-römischen Theater, in dem regelmäßig Aufführungen stattfinden.

Das antike Syrakus präsentiert seine griechische Vergangenheit am deutlichsten – den Apollon- und den Athenentempel auf Ortigia, dem historischen Zentrum. Die Insel ist nur über eine im Wortsinne steinalte Brücke erreichbar und nimmt den Besucher mit ihrem Labyrinth kleiner Plätze und Gassen sofort gefangen. Eines der beliebtesten Touristenziele ist freilich der Ätna, Europas größter, höchster und noch tätiger Vulkan. Eine Seilbahn führt auf 2600 Meter Höhe, von dort geht es mit Allradfahrzeugen zum Kraterrand (ca. 2,5 Stunden). Der Ätna ist Teil eines Nationalparkes. Viele Reisebusse nehmen die Strada dell Etna, die den schönsten Ausblick auf die Region bietet.

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