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Vianden ist eines der schönsten Städtchen des Großherzogtums und reizvoll an den Ufern der Our gelegen. Sehr bekannt ist die Burg, die schon im Nibelungenlied erwähnte Wehranlage hat ihren Ursprung in einer im 5. Jahrhundert errichteten römischen Wachanlage. Im 11. Jahrhundert wurde sie umgebaut und erweitert, Grund war der Umzug der Herrn von Vianden von der Eifel in die Burg. Gegen Ende des 12. und in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die Kapelle und der Pallas (repräsentativer Saalbau) an die Burg angebaut. Im 19. Jahrhundert verlor die Burg an Bedeutung: 1820 wurde sie für 3200 Gulden von einem Viandener Händler erworben, der einzelne Bauteile wie Fenster und Türen verkaufte und Einrichtungsgegenstände in seine Wohnung brachte. Um die Entrüstung der Viandener Bürger zu beschwichtigen, kaufte Wilhelm I., König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg, die Burgruine für 1100 Gulden zurück. Seit 1977 ist sie in Staatsbesitz. Heute ist die Burg vollständig restauriert und gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern romanischen und gotischen Stils in Europa. Bei schönem Wetter sollte man mit dem Sessellift auf eine 450 Meter hohe Anhöhe fahren und den grandiosen Panoramablick über die Stadt genießen.
Das Pumpspeicherwerk Vianden ist das größte seiner Art in Europa. Es entstand 1954–1964 aufgrund von Planungen, die bereits 1925 zur hydroelektrischen Ausnutzung der Our gemacht worden waren. Es besteht aus einem künstlichen Stausee (8 km lang, 6 Millionen m³ Fassungsvermögen), der mit zwei Oberbecken durch ein System von Druckschächten verbunden ist. Sie leiten das Wasser in die unterirdische Maschinenhalle, die 330 m lang ist und sich im Herzen des Nikolausberges befindet. Nachts wird das Wasser in die Oberbecken gepumpt, die in 509 m Höhe auf dem Nikolausberg liegen. Das Wasser fließt dann auf neun Maschinengruppen und produziert hochwertigen Spitzenstrom (Besichtigung möglich).

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