Geirangerfjord mit dem Wasserfall
Sognefjord

Berge und Fjorde

Eine Reise in die Berg- und Fjordlandschaft Norwegens beinhaltet meistens auch einen Abstecher in die Hauptstadt dieser Region – nach Bergen. In der zweitgrößten und schönsten Stadt des Landes, aber auch der regenreichsten, lohnt ein Besuch der „Tyske Briggen“ am Hafen. Die zu Hansezeiten gebaute Deutsche Brücke wurde liebevoll restauriert, die schmalen Gassen zwischen den Holzhäusern ver-„Bergen“ originelle Kneipen, schicke Boutiquen, Kunst- und Goldschmiedestuben sowie jede Menge Fotomotive. Entlang des Kais stößt man auf die Festung Bergenhus. In der dortigen Hakonshalle fanden die Krönungen norwegischer Könige statt. Empfehlenswert ist auch ein Rundgang durch das Hanseatische Museum am Finnegard, das über den Alltag der hanseatischen Kaufleute informiert, und ein Bummel über den Torget, Bergens berühmten Fischmarkt.

In Larvik, Geburtsort von Thor Heyerdahl, empfiehlt sich ein Besuch des Stadtmuseums, das im Herregard untergebracht ist. Ein beeindruckender Holzbau, der den Grafen von Larvik als Residenz diente. Von der Kirche bietet sich ein bezaubernder Blick über den Fjord. Stavanger hat sich in den letzten Jahren zum Handelszentrum der Region entwickelt. Im Zentrum der Stadt macht die als dreischiffige Pfeilerbasilika erbaute Domkirche auf sich aufmerksam.

Östlich der Stadt – mit dem Motorschiff zu erreichen – erstreckt sich der Lysefjord. Der markanteste Punkt der 37 Kilometer langen und bis zu 457 Meter tiefen Bergspalte ist der Predigtstuhl. Aus fast 600 Metern Höhe ist eine unvergleichliche Panorama-Aussicht garantiert, mit etwas Glück auf eines der Kreuzfahrtschiffe, die am Ende des Fjordes ankern. Nahezu unmöglich ist es, die bezaubernden Fjorde auch nur annähernd aufzuzählen. Der Geirangerfjord und die ihn umgebende Landschaft gehören zum Schönsten, was Norwegen diesbezüglich zu bieten hat. Entlang seiner Ufer stürzen zahlreiche Wasserfälle in die Tiefe. Die Straße nach Geiranger überwindet auf 17 Kilometern einen Höhenunterschied von 1000 Metern, zahlreiche sehr enge Kurven inklusive.

Mit 120 Kilometern Länge und 830 Metern Tiefe gehören der Hardangerfjord und seine Seitenarme Eidfjord, Osafjord und Samlafjord zu den bekanntesten. In der zweiten Maihälfte blühen an seinen Ufern Tausende Kirsch- und Apfelbäume. Bekannt ist die Region unter anderem für die „Hardingfela“, eine nur hier gebaute, spezielle Geigenform. Aus 350 Metern Höhe hinab ins Tal führt ein Ausflug nach Ulvik. Das Kirchdorf entwickelte sich zu einem der beliebtesten Ferienorte in Hardanger – hier wurden auch die ersten Kartoffeln Norwegens angebaut. Düsterer als der Hardanger- gibt sich der Sognefjord. Minikreuzfahrten führen von Bergen aus zu Orten entlang des mit 1200 Metern Tiefe größten norwegischen Fjordes. Im Osten sind seine zahlreichen Arme von riesigen Steilwänden umgeben. Vom Sognefjord führt eine Serpentinenstraße hinauf ins wilde Hochgebirge Jotunheimen – eine der aufregendsten Bergstreckens Norwegens.

Der zweifellos schönste Wasserfall ist in Fossli zu bewundern. Fast senkrecht stürzen sich die Wassermassen aus 182 Metern Höhe ins Tal. Herrlich am Schärengürtel gelegen, empfiehlt sich die Stadt Alesund als Ausgangspunkt einer Fahrt durch das Romsdal zum „Trollstigen“. Die einst gefürchtete Bergstraße mit zwölf Prozent Gefälle erhielt ihren Namen von den dort angeblich hausenden Trollen und Zwergen.

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