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Unmöglich, alle Sehenswürdigkeiten der österreichischen Metropole auch nur annähernd zu nennen. Die Stadt der Habsburger an der „schönen blauen Donau“ nimmt jeden Besucher mit Charme und Schmäh, mit Kultur und Kaffeehäusern gefangen. Letztere übrigens sind die Erfindung eines Polen. Franz Georg Kolschitzky brachte 1683 den Kaffee als Kriegsbeute nach Wien und erhielt schließlich das Privileg, ihn in der Domgasse 6 ausschenken zu dürfen. Später entwickelten sich die Kaffeehäuser zu einer gesellschaftlichen Institution mit Hang zum Luxus in der Biedermeier-Zeit.
Besonders reizvoll lässt sich Wien mit den berühmten Pferdekutschen, den Fiakern, erkunden (nicht ganz preiswert). Die wichtigsten Hauptgeschäftsstraßen befinden sich in der Inneren Stadt. Den historischen Kern mit beeindruckenden Monumentalbauten umgibt die Ringstraße, die vier Kilometer lange Prunkmeile Wiens. Eine Eigenart der Inneren Stadt sind die Durchhäuser – Durchgänge, die durch ganze Häuserblocks von einer Straße zur anderen führen.
Zum Pflichtprogramm jedes Wien-Besuchers gehört der Stephanplatz mit dem Dom, der als bedeutendster gotischer Bau Österreichs gilt. Unweit des Stephandomes, auf dem Hohen Markt, befindet sich an einer Verbindungsbrücke die Ankeruhr. Jeweils um 12 Uhr ertönt ein Musikstück, während dem historische Figuren vorüberziehen. Wiens eleganteste Straße ist die Kärntnerstraße, berühmt für ihre zahllosen Geschäfte, Cafes und noblen Hotels. Auf der Rückseite des Albertinaplatzes findet in der berühmte Staatsoper alljährlich im Februar der Opernball, der eleganteste der Welt, statt.
Im Südwesten der Innenstadt lohnt ein Stopp vor der Hofburg – einer über Jahrhunderte hinweg entstandenen Gebäudegruppe unterschiedlicher Baustile. Ein Aufenthalt in Wien ohne Besuch des Hundertwasserhauses wäre ebenso unvollständig wie der Verzicht auf den Prater, den Vergnügungspark der Hauptstädter mit dem berühmten Riesenrad oder ein Ausflug vor die Tore der Stadt zur einstigen Sommerresidenz der österreichischen Herrscher, Schloss Schönbrunn. Aber in Wien sind selbst die Friedhöfe touristische Anziehungspunkte. Auf dem riesigen Zentralfriedhof befinden sich die Ehrengräber von Schubert, Beethoven, Brahms, aber auch von Nestroy und dem unvergessenen Hans Moser.

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