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Sie gelten als die Perlen Schlesiens – die Kulturhauptstädte Wroclaw und Krakow. Ein Besuch Südpolens ist aber eben so reizvoll, wenn man sich für die Hohe Tatra, die polnischen Alpen, entscheidet. Wroclaw (Breslau) ist die größte Stadt Schlesiens und gilt auch als deren kulturelles Zentrum. Zu Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt zur „Festung“ erklärt und noch Wochen nach Hitlers Selbstmord fanatisch verteidigt. Übrig blieb ein fast gänzlich zerstörtes Breslau. Dennoch präsentiert sich die Stadt heute wieder von ihrer besten Seite.
Zentrum der übersichtlich angelegten Altstadt bildet der Ring mit dem Rathaus, einem der wertvollsten polnischen Baudenkmäler. An der Ostfassade des gotischen Gebäudes befindet sich eine astronomische Uhr aus dem Jahre 1580. Entlang des Ringes wurden zahlreiche Bürgerhäuser instand gesetzt, Zeugen unterschiedlicher europäischer Baustile. Die Dominsel wird seit dem 9. Jahrhundert bewohnt und ist damit der älteste Teil Wroclaws. Bereits seit dem 12. Jahrhundert gilt die Insel als Stadtteil der Kirchen.
Unübersehbar die Kathedrale – der ab 1244 errichtete Chor ist das erste gotische Bauwerk auf polnischem Boden. Als Erste unter Gleichen genießt Krakow die einstige Hauptstadt Polens – Weltruf. Lange Zeit Residenz der polnischen Könige, hatte die Stadt auch als Zentrum der Wissenschaft Bedeutung. Hier befindet sich die älteste Universität des Landes, die 600 Jahre alte Jagiellonen-Universität. Die Barbakane – ein erhalten gebliebener gotischer Wehrturm – die berühmten Tuchhallen auf dem Markt, die Marienkiche mit dem Veit-Stoß-Altar oder die zahlreichen anderen Kirchen und Gebäude der Altstadt sind nur ein Bruchteil des an Sehenswürdigkeiten reichen Krakow.
Doch trotz der Qual der Wahl sollte man einen Besuch des Wawel einplanen. Der Burgberg mit Schloss und Kathedrale, Sitz der polnischen Könige, bietet einen herrlichen Blick auf die Stadt. Wenige Kilometer von Krakow entfernt, befindet sich Czestochowa (Tschenstochau), dessen Paulinerkloster auf dem Hellen Berg als wichtigstes polnisches Pilgerziel gilt. Zur Krönung des Bildes der Muttergottes 1717 erschienen über 200.000 Gläubige.
Vom höchsten polnischen Kirchturm aus (519 Stufen) geht der Blick auf die Berge des Krakauer Jura. Auf dem Weg in die Tatra lohnt sich ein Zwischenstopp in Polens beliebtestem Wintersportort Zakopane. Die meisten Villen sind im Zakopaner Stil erbaut – eine den herkömmlichen Holzbauformen verwandte Architektur. Im Tatra- Museum informieren zahlreiche Exponate über das Leben der Goralen. Der höchste Berg der Hohen Tatra misst zwar 2500 Meter, doch auch der Kasprowy Wierch, zu dem eine Seilbahn führt, bietet ein unvergleichliches Panorama. Lohnenswert auch das „Kontrastprogramm“ – eine Fahrt durch das schönste Tal der Westtatra, das Koscielska-Tal oder eine Ausfahrt auf der romantischen Dunajec.

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