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Eine der ersten Städte, die sich nach der Überfahrt aus Deutschland zu erkunden lohnt, ist Karlskrona. 1860 auf Geheiß König Karl XI. gegründet, ließen sich ihre Erbauer vom Stil Roms und Venedigs inspirieren. Nicht prunkvoll-barock, sondern eher schlicht präsentiert sich die Admiralitätskirche Ulrica Pia – die größte Holzkirche des Landes. In direkter Nähe lohnt das Marinemuseum einen Besuch. Der Stortorget hat seinen Namen tatsächlich verdient; er ist einer der größten Europas.
Nach für schwedische Verhältnisse so viel städtischer Hektik, empfiehlt sich ein Ausflug zur Insel Öland. Bereits während der Anreise über die sechs Kilometer lange Brücke sollte der Fotoapparat startklar sein. Das schwedische Königshaus wählte die Insel als Sommerresidenz. Schloss Solliden imponiert wegen seiner italienischen Architektur und des großzügig angelegten Parks. In Himmelsberga befindet sich ein sehenswertes Freilichtmuseum mit Gehöften aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Natur pur bietet Smaland, irreführender Weise als das „kleine Land“ übersetzt. Denn die Wälder sind riesig, die Seen überaus zahlreich und wer das Symbol des Nordens, den Elch, treffen möchte, hat in Smaland die besten Chancen. Überaus tierisch geht es auch in der Region um Mörrum zu. Hier tummelt sich der König der Flüsse, der Lachs. Etwa eine Busstunde vom südlichsten Punkt Schwedens entfernt, sollte man Ystad mit seinen reizvollen Fachwerkhäusern in der Innenstadt durchstreifen. Südschwedische Kunst präsentieren das Kunstmuseum auf dem St. Knutstorg und das Charlotte-Berlins-Museum in der Dammgatan. Ystad ist zugleich Ausgangspunkt für einen Abstecher auf die dänische Insel Bornholm. Nur wenige Kilometer von Ystad, in Kaseberga, beeindruckt Schwedens Stonehenge. Aus 59 Steinblöcken schufen Unbekannte ein 67 Meter langes Gebilde, das an ein Schiff erinnert. Im kleinen Hafen sollte man sich auf jeden Fall geräucherten Fisch gönnen.
Verkehrsgünstig am Öresund gelegen, galt Malmö schon im Mittelalter als Handels- und Schifffahrtszentrum, obwohl die Stadt erst 1658 „schwedisch“ wurde und bis dahin zu Dänemark gehörte. Von einem der zahlreichen Cafes aus, lässt sich das Treiben auf dem Stortorg und der sich anschließenden Fußgängerzone in aller Ruhe beobachten. Im Westen der Stadt sollte man etwas Zeit für den Besuch der Festung Malmöhus einplanen, in dem sich das kunsthistorische Museum befindet. Im gegenüber liegenden Komandanthus sind ein Militär- und Spielzeugmuseum untergebracht.

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