Schloss Tjoloholm
Seelandschaft bei Göteborg

Stockholm und Göteborg

Stockholm, „Die Schöne auf dem Wasser“, entstand vor 700 Jahren auf 14 Inseln. Prunkvoll erhebt sich auf der Altstadtinsel Stadsholmen das Königliche Schloss im Renaissance-Stil. Das an der Stelle der 1697 abgebrannten Vasa-Burg errichtete Gebäude verfügt über 500 Räume; in der Schatzkammer werden die schwedischen Reichsinsignien verwahrt. Hinter dem Schloss lohnt die Domkirche einen Besuch. Als Hochzeits-und Krönungskirche des Königshauses verfügt sie über eine beeindruckende Innenausstattung.

Den Mittelpunkt der Insel bildet der Stortorget. In einem der schönsten Gebäude, der einstigen Börse, hat heute die Schwedische Akademie ihren Sitz. Das ehemalige Reichsbankgebäude am Järntorget gilt als eines der ältesten Bankhäuser der Welt. Hierher gelangt man über die Västerlanggatan, die jeden Besucher mit ihren kleinen Geschäften und Boutiquen bezaubert. Über eine Brücke gelangt man zur Altstadtinsel Riddarholmen. Vom Birger-Jarls-Turm bietet sich ein herrlicher Blick auf den Mälarsee. Sich für eines der zahlreichen Stockholmer Museen zu entscheiden, fällt schwer.

An der Südspitze der Halbinsel Blasieholmen präsentiert das schwedische Nationalmuseum Gemälde Alter Meister. Im Freilichtmuseum Skansen wurden über 150 historisch wertvolle Bauten zusammen getragen – eine Kirche, ein Herrenhof, eine Lappenbehausung sowie ein komplettes Stadtviertel mit alten Handwerksstätten. Keinesfalls versäumen sollte man eine Fahrt über den Mälarsee zum kleinen Mariefred. Bekannt wurde die idyllische Kleinstadt durch Schloss Gripsholm, das Tucholsky den Stoff für seine gleichnamige Erzählung lieferte. Der Schriftsteller selbst lebte im Sommer 1929 hier, kam später als Flüchtling zurück und nahm sich 1935 das Leben. Sein Grab befindet sich auf dem Mariefreder Friedhof.

Die Porträtsammlungen bedeutender Persönlichkeiten auf Schloss Gripsholm zählt zu den umfassendsten in Europa. Zahlreiche Schweden-Urlauber statten auch Göteborg einen Besuch ab, dessen Einwohner die Stockholmer schon als „in Sibirien wohnend“ bezeichnen. Unbedingt empfehlenswert ist der größte nordeuropäische Hafen mit seinen 20 Kilometer langen Kaianlagen. Der Gustav-Adolfs-Torg bildet das Zentrum der Stadt. Einst durchzogen zahlreiche Kanäle die Stadt, mittlerweile wurden die meisten zugeschüttet und nur der Stora Hamnkanalen und der Wallgraben im Zentrum blieben erhalten. Nicht entgehen lassen sollte man sich einen Besuch der Fischauktionshalle am Rosenlundskanal.

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