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Seit 1976 gehören die Kleinen Karparten zum slowakischen „Natura 2000“-Landschaftsschutzgebiet. 85 Kilometer zieht sich der lange, bewaldete Gebirgszug der Karpaten (slowakisch Malé Karpaty) im Fatra-Tatra-Gebiet durch den Westen der Slowakei. Eingegrenzt wird das Gebirge durch die Flüsse Donau, March und Waag. Zwischen den Kleinen und Weißen Karpaten fließt der Fluss Myjava.
Durch die abwechslungsreiche Gebirgsformung haben sich die Karpaten zu einem beliebten Wandergebiet entwickelt. Die nordwestliche Seite ist durch zahlreiche kleine Bergruinen geprägt, im südöstlichen Teil der Karpaten kann man die Weinbaugebiete erkunden. Sehenswert ist die Burg Devin in den Kleinen Karpaten. Die Römer hatten hier eine Grenzstation aufgebaut, in der sie den Schutz der umliegenden Städte übernahmen. Ursprünglich bestand sie aus einer Kirche, einer Grabstätte und Schutzwällen. Keine Burg ohne Mythos – in ihr gibt es seit 1836 die Tradition einer nationalen Wallfahrt, nachdem sie 1809 durch Napoleonische Truppen gesprengt wurde. 1961 wurde die Burgruine zum Nationaldenkmal erklärt und dient seither als Freilichtmuseum.
Am Osthang der Kleinen Karpaten in der Westslowakei befindet sich die Gemeinde Castá (deutsch Schattmannsdorf). Hier steht die berühmte gotische St. Emmerich-Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Man nimmt an, dass die Gemeinde aus einer Vorburg, der Bibersburg, entstand. 1296 wurde Castá zum ersten Mal erwähnt, damals war sie ein Herrengut der Bibersburg. Das Marktrecht erhielt sie 1560, das Jahrmarktrecht 1578. Im Dorf gab es eine Bierbrauerei, eine Papierwerkstatt, eine Textilmanufaktur, eine Gold- und Silbergrube sowie eine Schwefel- und Kupfergrube. Zum Teil kann man heute einige Manufakturen besichtigen. Zudem gibt es seit 1884 eine Synagoge und zwei jüdische Friedhöfe.

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