Die Hauptstadt Ljubljana
An der Adriaküste

Die Adria und Ljubljana

Slowenien nimmt gerade mal die Fläche Hessens ein – so macht es auch keine Mühe, auf der Fahrt zur Küste einen Stopp in Ljubljana einzulegen. Die Hauptstadt ist nicht nur politischer und kultureller, sondern auch fast exakt geografischer Mittelpunkt Sloweniens. Pfahlhaussiedlungen existierten hier bereits in der Frühzeit, Römer, Slawen und natürlich die Habsburger hinterließen hier ihre Spuren. Über 500 Jahre befand sich die Stadt unter österreichischer Herrschaft.

Als Ausgangspunkt einer Altstadtbesichtigung sollte man den Presernov Trg wählen. Der Platz ist mit seinen Cafés und den flanierenden Einheimischen und Gästen selbst eine Augenweide. Unübersehbar die Franziskanerkirche im frühbarocken Stil. Auf dem Weg zum Stadtplatz stößt man auf eine architektonische Besonderheit – die Drei Brücken. Neben einer Steinbrücke über die Ljubljana wurden 1931 zwei weitere Fußgängerbrücken erbaut, die zusammen eine Art Trichter in die Altstadt bilden. Nicht versäumen sollte man auch einen Blick auf die gegenüber liegende Uferseite, wo entlang der Plecnik-Arkaden der Dom, das Priesterseminar und der Bischofspalast eine herrliche Dreieinigkeit des so genannten Laibacher Barock bilden.

Ein absolutes Muss ist der Mestni Trg, eine breite Straße, die zum Stari Trg führt, der das Zentrum der Altstadt bildet und von herrlichen Bürgerhäusern flankiert wird. Vom Stari Trg führt ein Gässchen hinauf zur Laibacher Burg mit überaus lohnendem Aussichtsturm.

Oft ist ein Besuch der Küste auch mit einem Aufenthalt im wenige Kilometer entfernten italienischen Triest, der Perle der Adria verbunden. Der slowenische Küstenabschnitt allerdings beginnt im nördlichen Ankaran und zieht sich bis hinunter nach Portoroz, Sloweniens bekanntestem Urlaubsort. Zwar verfügt Portoroz über keine gewachsene Altstadt, ein Besuch der lebhaften Uferpromenade mit ihren zahllosen Geschäften und Hotels, oder ein Abstecher zum Yachthafen lohnen allemal.

Weltberühmtheit erlangten die Grotten von Postojna. Mit drei weiteren – den Pivka Jama, den Crna Jama und den Planinska Jama – bilden sie das größte Höhlensystem der Welt. Über Jahrmillionen schuf ein Fluss zwei Ebenen, in deren unterer das Gewässer noch heute fließt. Die obere ist begehbar, Besucher werden mit einer Höhlenbahn zum Ausgangspunkt einer Besichtigungstour gefahren. Bisher besuchten über 25 Millionen Menschen das Naturwunder. Liebhaber von Grotten und Höhlen sollten nicht auf den Besuch der Tropfsteinhöhle bei Postojna verzichten.

Als Attraktion gilt die 400 Meter lange Sintergalerie mit bizarren Tropfsteingebilden. Südlich von Postojna befindet sich das Mekka der Pferdefreunde, das Lipizzanergestüt von Lipica, Heimat der Schimmel der Wiener Hofreitschule. Vorstellungen und Führungen durch das seit über 400 Jahren für seine Zucht bekannte Gestüt werden in der Hauptsaison regelmäßig angeboten.

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