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Die Kanarischen Inseln sind eine geographisch zu Afrika, politisch aber zu Spanien gehörende Inselgruppe im Atlantik – etwa 100 bis 500 Kilometer westlich des südlichen Marokko gelegen. Die Kanaren bestehen aus sieben Hauptinseln: Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro.
Wirtschaftlicher Hauptzweig ist der Tourismus, die Kanaren werden jährlich von knapp zehn Millionen Touristen besucht. Teneriffa, eine Vulkaninsel, ist die größte Insel der Kanaren. Sie ist heute eine typische Urlaubsinsel, 1885 besuchten zum ersten Mal 350 Touristen aus England die Insel. Sechs Jahre später kamen schon 5.000 Gäste im Jahr, und 2001 waren es 4,8 Millionen. Der Fremdenverkehr konzentriert sich vor allem auf die Nordküste um Puerto de la Cruz und den Süden bei Los Cristianos. Der Botanische Garten von Puerto de la Cruz ist seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für auswärtige Besucher. Er wurde im Jahr 1788 im Auftrag Königs Karl III. angelegt. Der Tierpark „Loro Parque“ am westlichen Stadtrand von Puerto de la Cruz zeigt rund 30.000 Tierarten, darunter Gorillas, Tiger, Haie und eine Jahrhunderte alte Schildkröte. Höhepunkte des Parks sind neben der berühmten, namensgebenden Papageiensammlung die größte Delfinshow Europas und die größte Pinguinsammlung der Welt. Seit dem 3. Juni 2006 ist auf dem Gelände ein großes Orka-Becken (mit Show) mit einem 3.000 Zuschauer fassenden Stadion.
Die zweitgrößte Insel ist Fuerteventura mit der Hauptstadt Puerto del Rosario, wo sich auch der Inselflughafen befindet. Die eigentliche Attraktion Fuerteventuras sind wohl die weiten Strände entlang der Ostküste. Im Norden, nahe Corralejo, gibt es seit 1987 den unter Naturschutz stehenden Dünenpark, zu dem auch die vorgelagerte Insel Los Lobos gehört. Eine weitere Sehenswürdigkeit im nordwestlichen Inselinneren ist das Ecomuseo de Algocida in Tefia. Mit EU-Mitteln wurden hier in den letzten Jahren mehrere verfallene Bauernhöfe restauriert, es wird die Handwerkskunst und Lebensweise der Bevölkerung Fuerteventuras vor der Zeit des Tourismus gezeigt. Zu sehen sind Steinmetze, Bäcker, Stellmacher, Stickerinnen uvm.
Gran Canaria wird auch „Insel des ewigen Frühlings“ genannt. Einen Besuch wert sind die Höhlen von Artenara. Die Einwohner dieses Dorfes haben keine Häuser, sondern leben in Höhlen, die sie in den weichen Lavastein gehauen haben, sie verfügen trotz des Höhlenlebens über Strom und fließendes Wasser.
Als erste vollständige Insel wurde Lanzarote 1993 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Die etwa 845 km² große Insel ist zu drei Vierteln mit Lava bedeckt, ausgespieen aus mindestens 300 Kratern von etwa 100 Vulkanen. Der Timanfaya Nationalpark im Südwesten der Insel erstreckt sich über 51,07 km². Hier entstanden damals 32 Vulkankegel. Der Nationalpark ist über gut asphaltierte Straßen zu erreichen. Eine 14 Kilometer lange Rundfahrt kann nur per Bus unternommen werden.

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