Galataturm über dem Stadtviertel Karaköy
Festungsanlage Rumelihisari

Istanbul

Istanbul, früherer Name Konstantinopel, ist die größte Stadt der Türkei. Auf dem Stadtgebiet leben rund zehn Millionen Menschen, in der Agglomeration etwa vierzehn Millionen.

Istanbul erstreckt sich sowohl auf der europäischen als auch auf der asiatischen Seite des Bosporus und ist damit die einzige Metropole, die auf zwei Kontinenten liegt. Aufgrund ihrer dreitausendjährigen Geschichte gilt sie als eine der ältesten noch bestehenden Städte der Welt.

Die bekanntesten Museen in Istanbul sind der Topkapi Sarayi (der ehemalige Sultanspalast), die Hagia Sophia, die Chora-Kirche, das Archäologische Museum, das Museum für türkische und islamische Kunst, das Museum Istanbul Modern und der Dolmabahçe Sarayi, ebenfalls ein früherer Sultanspalast, der im 19. Jahrhundert im neubarocken Stil erbaut wurde. Die Hagia Sophia ist das letzte bedeutende Bauwerk der römischen Spätantike und zugleich das erste Beispiel einer spezifisch byzantinischen Architektur, in der die Kuppel zum prägenden Element des Kirchenbaus wurde. Der Hauptraum wird durch die rund 56 Meter hohe und 31 Meter durchmessende Kuppel beherrscht. Die Grundfläche beträgt 7.570 m², was etwa einem Fußballfeld entspricht. Hinzu kommen im Westen und Osten kleinere Halbkuppeln und weitere muschelförmige Kuppeln. Die Pläne dieses bedeutenden Bauwerkes und heutigen UNESCO-Weltkulturerbes werden wohl für immer verschollen bleiben. Seit Hunderten von Jahren versuchen Fachleute zu ergründen, wie es den Wissenschaftlern und Künstlern im 6. Jahrhundert gelungen war, eine frei schwebende Kuppel auf nur vier Pfeilern zu errichten. Berücksichtigt man die in der Spätantike verfügbaren technischen Möglichkeiten, so gilt sie noch heute für viele Fachleute als eine der kühnsten Konstruktionen von Menschenhand.

Einkaufen wird auf den typischen Basaren zu einem besonderen Erlebnis. Der Große Basar (Kapali Çarsi) ist an allen Werktagen geöffnet. In ihm kann man die Atmosphäre des historischen Istanbuls erleben. Er ist vollständig überdacht und beherbergt viele Hans, Hallen, Straßen und verwinkelte Gassen, in deren Geschäften verschiedene Waren wie Antiquitäten, Teppiche, Schmuck, Keramik und anderes verkauft werden. Ein weiterer großer Markt ist der Ägyptische Basar (Misir Çarsisi). Er wurde im Jahre 1660 auf Anweisung der Mutter des Sultans Mehmed IV. (1642–1693) errichtet. Dort wird wie in früheren Zeiten mit Gewürzen, Obst, Gemüse und Tieren gehandelt.

Istanbuler Spezialitäten sind Lokum, ein süßes Konfekt aus Zucker (ursprünglich Honig), Stärkemehl (ursprünglich Weizenmehl), Pistazien, Mandeln, Nüssen und anderen Zutaten hergestellt. Traditionelle Firmen produzieren bis zu 18 Lokumsorten, z. B. angereichert mit Extra-Pistazien (zweimal geröstete Pistazien), Rosenaroma, Mastix, Kaffee, Zimt oder Ingwer. Boza, ein leicht alkoholisches Getreidegetränk aus Weizen oder Hirse, wird vor allem im Winter getrunken.

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