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Eingebettet in die Hügel des Matra- und Bükkgebirges im Norden Ungarns, lädt eine der Schönsten Ungarns zum Kennenlernen ein – Eger. Große Vergangenheit, barocke Architektur, heilende Quellen und natürlich das köstliche „Stierblut“, all das zieht jährlich über eine Million Touristen in die fast 1000-jährige Stadt. Eger und seine historische Festung bilden für die Magyaren eine gedankliche Einheit. Weil hier eine hoffnungslos unterlegene Burgwache erfolgreich der türkischen Übermacht trotzte, gilt die Festung den Ungarn als Symbol nationaler Unabhängigkeit.
Wegen seiner Heil- und Thermalquellen darf sich das standhafte Eger aber auch Kurort nennen. Unter den über 200 Denkmälern der Stadt muss man freilich auswählen. Allein ein Besuch der Burg braucht Zeit. Im einstigen Bischofspalast innerhalb der Festungsanlage informiert ein Museum über die wechselvolle Geschichte der Stadt und den Einfluss der Osmanen und Habsburger auf deren Entwicklung. Flaniermeile und Stadtmittelpunkt in einem ist der Dobo Istvan Ter mit wunderschönen Barockgebäuden. Eine der größten Kirchen des Landes – die Kathedrale von Eger – säumt den Estzerhazy Ter.
Von Eger aus bietet sich die Möglichkeit zu einem Ausflug in den Nationalpark Bükk, dessen „Eingang“ der Ort Szilvasvarad bildet. Bekannt wurde die Stadt vor allem wegen ihrer Lipizzanerzucht. Der Nationalpark selbst lässt sich nur zu Fuß oder per Rad durchstreifen; dafür entschädigt die wunderbare Landschaft und der Blick auf das Matragebirge alle Mühen. Westlich von Eger erwarb sich ein kleiner Ort Weltruf. Tokay steht für einen der besten Weine. Allenthalben finden sich im Ortszentrum Borozos (Weinstuben), in denen man den Stolz der Winzer probieren (aus 0,1-Liter-Gläschen) und natürlich auch kaufen kann.
Von Nordungarn ist es gerade mal eine Halbtagestour in die große ungarische Tiefebene, besser bekannt als Puszta. Der kleine Ort Hortobagy lieh dem Nationalpark seinen Namen. Im Frühling ist die Puszta ein blühendes Farbenmeer, im Herbst Station für Millionen Zugvögel. Einen Eindruck von Land und Leuten auf engstem Raum vermittelt das Pasztormuzeum (Schäfermuseum) in Hortobagy.

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